Apostolat Militaire International (AMI)


Apostolat Militaire International (AMI)

 

 

Oberst Michael JEDLIČKA

AMI Liaison Officer

AKS- Fachbeirat für AMI

 

 

Das Apostolat Militaire International (AMI) wurde 1965 in Santiago de Compostela gegründet und ist ein internationaler katholischer Verband mit der Zielsetzung, Sprachrohr und Instrument zur Umsetzung der Auffassungen katholischer Soldaten in Kirche, Streitkräften und Öffentlichkeit zu sein.

Das AMI umfasst Organisationen und Vertreter aus Ländern in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Asien.

 

Vollmitglieder:

Befreundet/Assoziiert

Noch offene Mitgliedschaft:

 

 

Seit über 45 Jahren nimmt das AMI seine selbst gewählten Aufgaben wahr, und zwar Normen und Wertvorstellungen christlicher Soldaten zu klären, zu verdeutlichen und sowohl national als auch international zu vertreten, die internationale Verständigung und Zusammenarbeit zu fördern - als Beitrag zum Frieden in der Welt, sich gemeinsam den gesellschaftlichen, geistigen, ethischen und moralischen Herausforderungen im militärischen Bereich im Sinne des Evangeliums und der Lehre der Kirche zu stellen.
Die jüngste Geschichte zeigt, dass der Frieden, die Freiheit, die Gerechtigkeit, die Würde des Menschen und die Rechte, besonders der Minderheiten, vielfach in Frage gestellt, gefährdet, ja angegriffen werden.
Das AMI will und wird diese Begriffe nicht zu Schlagworten verkümmern lassen:
Darum geht es, wenn katholische Soldaten sich gedanklich mit ihrem Dienst auseinandersetzen, ihn aus ihrem christlichen Glauben heraus gestalten und ihren Dienst für Gerechtigkeit und Frieden innerhalb ihrer Kirche und der Öffentlichkeit vertreten.

Die Mitglieder und Mitgliedsländer des AMI treten dafür ein, dass innerhalb der Streitkräfte ihrer Länder eine Atmosphäre herrscht, die dem christlichen Welt- und Menschenbild entspricht.


Katholische Soldaten sollen sich aus ihrer zweifachen Verpflichtung als Soldat und Christ dafür einsetzen, dass die inneren Strukturen der Streitkräfte dem christlichen Bild von der Würde des Menschen Rechnung tragen, damit auch innerhalb der Streitkräfte die freie Religionsausübung respektiert und im Rahmen der Militärseelsorge und des Laienapostolates unterstützt wird, sich der Soldat der hohen ethischen Normen bewusst wird, die ihn einerseits zur Erfüllung seines Dienstes für die Gemeinschaft mit gutem Gewissen berechtigen, andererseits aber auch Grenzen militärischer Machtausübung festlegen. Vorgesetzte sind dabei besonders gefordert.

 

In der Amtsperiode 2009 bis 2011 wurde Brigadegeneral DI Reinhard KLOSS von der Deutschen Bundeswehr zum 2. Mal zum AMI Präsidenten gewählt. Das Generalsekretariat wurde von der Niederländerin Nelleke SWINKELS van de VORST übernommen.

AMI- Schwerpunkte 2006-2009:

  • · Implementierung einer permanenten Arbeitsgruppe
  • · Diskussion und Versuch zur Erlangung des NGO-Status
  • · Festlegung neuer finanzieller Richtlinien
  • · Erarbeitung und Festlegung neuer Statuten
  • · Installierung einer zeitgemäßen Internetplattform
  • · Erarbeitung und Produktion eines neuen AMI-Folders
  • · Etablierung eines Projektes zur Erstellung einer AMI-Dokumentation anlässlich des Jubiläums 50 Jahre AMI im Jahr 2015

 

 

Thematische Schwerpunkte bei den Konferenzen der letzten 4 Jahre:

Die AMI Jahreshauptversammlungen standen in den Jahren 2006 bis 2008 unter dem Generalthema „Stärkung der Christlichen Werte in den Streitkräften weltweit“

2006 Konferenz in NAIROBI/KENIA:

  • · Der Christliche Soldat und seine Familie, Der Christliche Soldat und die Herausforderungen als militärischer Kommandant, Der Christliche Soldat und die säkularisierte Gesellschaft

2007 Konferenz in MARIASTEIN/SCHWEIZ:

  • · Ökumenische Erfahrungen in den Schweizer Streitkräften
  • · Kann das Internationale Menschrecht(sgesetz) die Christlichen Werte ersetzen?

2008 Konferenz in ELSPEET/NIEDERLANDE:

  • · Ethik und militärische Einsätze
  • · Herausforderungen an den militärischen Kommandanten in seiner Führungsrolle bei militärischen Auslandseinsätzen
  • · Posttraumatische Auswirkungen bei Soldaten nach einem militärischen Auslandseinsatz

Die AMI Jahreshauptversammlungen 2009 - 2011 stehen unter dem Generalthema „Der Christliche Soldat, Diener für die Sicherheit und Freiheit der Völker“

2009 Konferenz im Bischöflichen Bildungshaus ST.GEORGEN am LÄNGSEE/ÖSTERREICH:

Die Schwerpunkte lagen in dem Themenbereich: „Interkulturelle Kompetenz in Auslandseinsätzen“, welche von 3 Vortragenden in unterschiedlichen Ansätzen beleuchtet wurden. Univ. Prof. DDr. Christian STADLER konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf den philosophischen Aspekt, Bischofsvikar Monsignore Dr. Werner FREISTETTER (geistlicher Assistent des AMI und Leiter des Instituts für Religion und Frieden im  Österreichischen Militärbischofsamt) befasste sich mit dem theologischen Aspekt und Brigadier Mag. Thomas STARLINGER (Kommandant der 7. Jägerbrigade des Österreichischen Bundesheeres) beleuchtete den militärischen Aspekt.

Die AMI-Jahreshauptversammlung 2010 wurde in Berlin abgehalten.

  • Unter dem bereits oben angeführten Zentralthema wurde der Themenkomplex „Government, Society, Church and Christian Soldiers – reciprocal expectations and demands” behandelt. Als Vertreter der „Gesellschaft“ konnte Prof. Dr. Heinz-Gerhard JUSTENHOVEN (Direktor des Instituts für Theologie und Frieden in Hamburg), für die Kirche der Militärbischof der Niederlande Exzellenz Dr. Josef PUNT (Bischof von Harlem)und für die Politik Christian SCHMIDT (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung) und für das Militär General Karl-Heinz LATHER(COS SHAPE/Belgium) gewonnen werden.

Ausgehend von der AMI-Deklaration aus dem Jahr 2000 -

„Der katholische Soldat am Beginn des 3. Jahrtausends“ Selbstverständnis, Selbstdarstellung und Akzeptanz Erklärung der AMI-Hauptversammlung vom 15. November 2000 in Rom

wurde bei der AMI-Konferenz in den Niederlanden beschlossen, unter der Leitung von Monsignore FREISTETTER eine Arbeitsgruppe zu installieren, die schwergewichtsmäßig die Deklaration von Rom überarbeitet und aktualisiert. Das für die weltweit agierende Gemeinschaft katholischer Laien in Streitkräften richtungweisende Ergebnis – die so genannte „Berliner Deklaration“ - wurde im Oktober 2010 in BERLIN mit dem Titel „Der christliche Soldat als Diener eines gerechten Friedens“ präsentiert

Aktivitäten im Jahr 2011:

  • · Finalisierung der Anstrengungen den NGO-Status zu erlangen
  • · Verstärktes Engagement auf dem „International Level“
  • · Organisation der AMI-Jahreshauptversammlung in MANILA
  • · „Werbung“ neuer Mitgliedsländer
  • · Schaffung der Basis für die nächste Amtsperiode des AMI-Präsidiums

Die AMI-Jahreshauptversammlung wurde im September 2011 in MANILA auf den PHILIPPINEN abgehalten. Die Konferenz stand unter dem General-Thema “Eine anmutige Vergangenheit in einem Erneuerungsprozeß hin zu einer friedlichen Zukunft”. Die Themenbereiche “Dialog des Lebens zwischen Geistlichen, Soldaten und ihren Familien wurde aus dem Blickwinkel Asiens, Europas, Afrikas und der USA von sehr kompetenten Vortragenden beleuchtet. Die „Europäische Perspektive“ wurde von unserem AKS-Präsidenten vorgetragen. Die Themenbereiche wurden in Arbeitsgruppen sehr intensiv bearbeitet und aufbereitet.

 

Am Ende der AMI-Jahreshauptversammlung wurde auch ein neuer AMI-Präsident gewählt. Der AKS-Präsident Generalmajor Mag. Norbert SINN hat sich nach reiflicher Überlegung und auch aufgrund der vom österreichischen Militärbischof zugesagten Unterstützung entschlossen, der vom scheidenden AMI-Präsidium eingebrachten dringenden Bitte nachzukommen und sich als Kandidat für die nächste Amtsperiode (01.01.2012 – 31.12.2014) als AMI-Präsident zur Verfügung zu stellen. Generalmajor Mag. Norbert SINN wurde einstimmig von den Delegierten der Mitgliedsstaaten zum neuen AMI-Präsidenten gewählt. Ihm zur Seite werden die beiden Vizepräsidenten Oberst Michael JEDLIČKA und Offiziersstellvertreter Markus STROMBERGER seine künftige Arbeit im AMI-Präsidium unterstützen. Das AMI-Generalsekretariat wird unverändert von den NIEDERLANDEN in der Person der AMI-Generalsekretärin Nelleke SWINKELS van de VORST wahrgenommen.

 

 

 

Das neue AMI-Präsidium:
Präsident GenMjr Mag. Norbert SINN (Mitte) und die beiden Vizepräsidenten Oberst Michael JEDLIČKA (links) und Offiziersstellvertreter Markus STROMBERGER (rechts)

 

Das Katholische Laienapostolat im ÖBH empfindet es als Auszeichnung, für die nächste AMI-Amtsperiode maßgeblich an „vorderster Front“ mit zu arbeiten und die Geschicke von AMI zu lenken.

 

 

FOTO: AMI-Vizepräsident Oberstleutnant DI Christoph AUER, AKS-Präsident Generalmajor Mag. SINN, AMI-Generalsekretärin Nelleke SWINKELS van de VORST, der philippinische Militärbischof Seine Exzellenz Leopoldo TUMULAK, der Erzbischof aus MANILA Seine Eminenz Gaudencio Borbon Kardinal ROSALES, der nationale AMI-Organisationschef der AMI-Konferenz Generalleutnant Oscar H. RABENA und der amtierende AMI-Präsident Brigadegeneral Reinhard KLOSS