AMI-Konferenz

Weltverband der Laienorganisationen Katholischer Soldaten tagt erstmals in Kärnten

Ein Bericht von Obstlt Michael Jedlicka


Das Apostolat Militaire International (AMI) führte vom 10. bis zum 16. Oktober 2009 erstmals in Kärnten die Jahreshauptversammlung durch. Rund 50 Delegierte aus Europa, Afrika, Amerika und Asien haben an dieser Konferenz teilgenommen. AMI ist ein internationaler katholischer Verband mit der Zielsetzung, Sprachrohr und Instrument zur Umsetzung der Auffassungen katholischer Soldaten in Kirche, Streitkräften und Öffentlichkeit zu sein und steht nunmehr seit 4 Jahren unter deutscher Präsidentschaft. Das Generalsekretariat wechselte von Österreich zu den Niederlanden und wird seit 2009 von Nelleke Swinkels van de Forst geleitet.

Die Teilnehmer an der AMI-Jahreshauptversammlung 2009 vor der Soldatenkaserne in der Khevenhüllerkaserne in Klagenfurt

Die AMI Jahreshauptversammlung, die im Katholischen Bildungshaus St. Georgen am Längsee stattgefunden hat, war inhaltlich von Vorträgen und Fachgesprächen rund um das Thema: "Der christliche Soldat, Diener der Sicherheit und der Freiheit der Völker“ im Sinne der internationalen christlichen Verständigung und Zusammenarbeit geprägt. Beeindruckend waren vor allem die Vorträge zum Themenbereich: „Interkulturelle Kompetenz in Auslandseinsätzen“, welche von 3 Vortragenden in unterschiedlichen Ansätzen beleuchtet wurden. Univ. Prof. DDr. Christian Stadler konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf den philosophischen Aspekt, Bischofsvikar Monsignore Dr. Werner Freistetter (geistlicher Assistent des AMI und Leiter des Instituts für Religion und Frieden im Österreichischen Militärbischofsamt) befasste sich mit dem theologischen Aspekt und Brigadier Mag. Thomas Starlinger (Kommandant der 7. Jägerbrigade des Österreichischen Bundesheeres) beleuchtete den militärischen Aspekt. Als wichtigste Erkenntnis der Vorträge sei bemerkt, dass sich Soldaten im Rahmen von Auslandseinsätzen bewusst sein müssen, nicht zu versuchen, eine fremde Kultur durch die eigene Kultur zu ersetzen, sondern dass es vielmehr notwendig ist, fremde Kulturen zu verstehen und zu respektieren. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass man über die eigenen kulturellen Wurzeln und Eigenheiten Bescheid weiß und sich in weiterer Folge mit den kulturellen und historischen Gegebenheiten im Einatzraum auseinandersetzt. Als katholischer Soldat sollte man sich bewusst sein, dass Religion ein integraler Bestandteil von beinahe allen Kulturen ist denen man begegnet und deshalb respektiert werden muss.

AMI-Präsident Brigadegeneral DI Kloss bedankt sich bei General Mag. Entacher für seine Ansprache

Alle Konferenzteilnehmer, vor allem aber auch für die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten (AKS), haben es als eine besondere Auszeichnung empfunden, dass sich der ranghöchste Offizier des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) General Mag. Edmund Entacher die Zeit genommen hat, um persönlich bei der AMI- Jahreshauptversammlung zu erscheinen. In seiner Grußbotschaft bekundete er seine Wertschätzung gegenüber dem Katholischen Laienapostolat im ÖBH und auf Internationaler Ebene, sowie sein Interesse an den Ergebnissen dieser AMI-Jahreshauptversammlung.

Im Auftrag des AKS Präsidenten Generalmajor Mag. Norbert Sinn zeichneten Oberstleutnant Michael Jedlicka und Oberstabs-wachtmeister Markus Stromberger mit ihrem Team für die Vorbereitung und Durchführung der Konferenz verantwortlich. Die wesentlichen infrastrukturellen und organisatorischen Unterstützungsleistungen wurden durch das Militärkommando Kärnten und die 7. Jägerbrigade bestens wahrgenommen.

AKS Präsident Generalmajor Mag. Norbert Sinn bei seiner Begrüßungsansprache

 

 

Generalvikar Monsignore Mag. Dr. Franz Fahrner informierte über die Aufgabenstellung und Herausforderungen der Militärseelsorge im ÖBH.

Brigadegeneral DI Kloss bei der Überreichung der AMI Medaille an Generalvikar Monsignore Mag. Dr. Fahrner

 

 

 

 

 

Mag. Katja Jedlicka organisierte für die mitgereisten Ehefrauen der internationalen Delegierten ein attraktives und kulturell hochstehendes „Damenprogramm“.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein attraktives Rahmenprogramm trug wesentlich zum Gelingen dieser Konferenz bei:

  • Eröffnungsgottesdienst mit dem Militärbischof aus der Slowakei, S.E. Frantisek Rabek, als Hauptzelebranten in der Stadthauptpfarrkirche Klagenfurt/St. Egid.
  • Briefings durch höchste Vertreter des Österreichischen Bundesheeres (Generalmajor Mag. Heidegger, Brigadier Mag. Spath und Brigadier Mag. Starlinger) und eine Gefechtsvorführung eines Szenarios für friedenserhaltende Einsätze durch das Jägerbataillon 25 in der Klagenfurter Khevenhüllerkaserne.
  • Empfang des Landeshauptmannes von Kärnten im Wappensaal des Kärntner Landhauses
  • Platzkonzert der Militärmusik Kärnten im Stiftshof von St. Georgen und Abschlussgottesdienst in der Stiftskirche mit dem Militärbischof von Österreich, S.E.Mag. Christian Werner, dem Diözesanbischof von Gurk, S.E. Dr. Alois Schwarz und dem Militärbischof der Philippinen, S.E. Leopoldo Tumulak
    Die perfekt präsentierte Vorführung des JgB25 beeindruckte die Internationalen Konferenzteilnehmer


Alle Konferenzteilnehmer sprachen den Organisatoren dieser Konferenz höchstes Lob für die professionelle Abwicklung dieserVeranstaltung aus. Der AMI Präsident, Herr Brigadegeneral DI Reinhard Kloss von der Deutschen Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS), bedankte sich vor allem auch beim Gastgeber, dem AKS Präsidenten Generalmajor Mag. Norbert Sinn, beim Team des Katholischen Bildungshauses St. Georgen am Längsee, beim Österreichischen Militärbischof und den Vertretern der Militärseelsorge, beim Diözesanbischof von Gurk, beim Militärkommando Kärnten, bei der Stadt Klagenfurt und beim Land Kärnten für die hervorragende Unterstützung.

 

Militärbischof Exzellenz Mag. Christian Werner spricht Militärkapellmeister Oberst Prof. Seidl und den Musikern der Militärmusik Kärnten seinen Dank und seine Anerkennung aus

 

Die hohe Geistlichkeit beim festlichen Abschlussgottesdienst

 

 

 

 

 

 

 

 

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